Heilbronner Straße | Berlin-Charlottenburg

Neubau: 5 Wohnhäuser/Umbau eines Hochhauses
Wohneinheiten: 170
Gewerbeeinheiten: 2
Tiefgarage: 133 PKW-Stellplätze
Wohnfläche: 15.440 m2
Gewerbefläche: 550 m2
Bauherr: BAUWERT Heilbronner Straße GmbH
Entwurf: 2014 - 2015
Realisierung: ab 2015

Konzept

Die besondere Herausforderung für Bonanni Architekten an dem innerstädtischen Grundstück in der Heilbronner Straße 9-10 war seine bisherige Bebauung mit einem 16-geschossigen Büro-Hochhaus und mehreren 1-2-geschossigen gewerblichen Blockrandgebäuden. Der Innenhof war fast vollständig versiegelt und wurde für Erschließungsflächen und PKW-Stellplätze (u.a. vorhandenes Parkdeck) genutzt.

Die auf dem Grundstück befindliche Bebauung wird - mit Ausnahme des Bestands-Hochhauses - abgebrochen und durch eine mehrgeschossige Wohnbebauung ersetzt. Das Hochhaus wird entkernt, für eine Wohnnutzung umgebaut und erhält eine neue Fassade. Auf diese Weise entsteht zurzeit in der „City West“ das erste Wohnhochhaus dieser Art mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt. Der Neubauteil im Blockrand ist in 2 Bauteile mit 5 Parzellen aufgeteilt und mit ein bzw. zwei Untergeschossen und überwiegend sieben, teilweise acht oberirdischen Geschossen geplant, wobei das oberste Geschoss als Staffelgeschoss ausgebildet wird. Insgesamt entstehen 121 Eigentumswohnungen im Blockrand und 49 im Hochhaus, sowie 2 Gewerbeeinheiten und 133 Tiefgaragenstellplätze.

Gestaltung

Durch Bonanni Architekten wurde die neu geplante Blockrandbebauung gestalterisch in fünf Gebäude gegliedert, die – ähnlich einer Perlenkette – das als Solitär herausragende Hochhaus einrahmen. Die Baukörperform des Hochhauses wird zur Wahrung der Identität in ihrer Geometrie erhalten und an der Ecke Heilbronner-/Karlsruher Straße vollkommen freigestellt. Damit entsteht ein öffentlich nutzbarer Raum, der die Gestaltung eines kleinen Stadtplatzes erhält. Dem Ideal der historisch gewachsenen Vielfalt folgend, werden die Gebäude mit einzeln ablesbaren Fassaden und individuellen Gestaltungskonzepten nuanciert gegeneinander abgesetzt. Sowohl die differenzierte Gliederung als auch die Höhenentwicklung des Neubauriegels orientiert sich an der Maßstäblichkeit des Umfeldes, so dass sich das Vorhaben trotz insgesamt großem Bauvolumen wohltuend in die städtebauliche Struktur einfügt.